Quaterlife Crisis - die ‚Krise zwischen 20 - 30‘

 

Die ‚Mid-Life-Crisis‘ kennt man inzwischen, doch was ist davor? Mitte Zwanzig ändert sich das Leben ziemlich drastisch. Themen wie fixe Beziehungen, Familie, Berufsplanung oder doch Studium stehen im Mittelpunkt.

Was diese Phase des Umbruchs auslösen kann und wie du sie erkennst und damit umgehst, findest du im aktuellen Blog. 


Die ‚Quaterlife Crisis‘

Geprägt wurde der Begriff von dem gleichnamigen Buch, das 2001 in den USA erschienen ist und über die Sinnkrise der beiden Autorinnen mit Mitte Zwanzig berichtet.  

 

Die ‚Quaterlife Crisis‘ findet sich vermehrt bei Menschen zwischen 21 und 29 Jahren. Der Lebensabschnitt der Schule, der Lehre oder des Studiums neigt sich dem Ende zu und eine neue, unbekannte Phase des Umbruchs macht sich bemerkbar:

  •  In welcher Firma werde ich arbeiten? Passe ich dort hinein? 
  • Soll ich mich ganz auf die Karriere konzentrieren? 
  • Will ich Familie & Kinder haben? 
  • Sollte ich nicht doch noch etwas reisen und von der Welt sehen bevor ich mich festlege?
  • Was passt zu mir? Was erfüllt mich?

All diese Fragen bringen den ‚Ernst des Lebens‘ mit sich und können Druck und Überforderung auslösen. 


Auslöser

Möglichkeiten

 

Studien belegen, dass vor allem die ‚Generation Y‘ von der Sinnkrise Mitte Zwanzig betroffen sind. Die ‚Generation Y‘ meint alle Menschen die zwischen 1977 und 1998 geboren wurden. Aufgrund des aufkommenden Wohlstandes und der damit einhergehenden unzähligen Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, kommt es zu einer Überforderung, die sich in Zweifel und Unsicherheit ausdrückt. 


Online

 

Der zunehmende Konkurrenz- und Leistungsdruck wird durch die sozialen Medien verstärkt. Auf Facebook & Instagram zeigen sich viele nur von der besten Seite, Ängste und Trauer sieht man kaum. Doch das Leben mit Filter spiegelt eine nicht reale Wahrheit wieder, die bei anderen Menschen zu einem ungesunden Vergleich führen kann.


Umbruch

 

 

Die Ausbildung geht zu Ende, das starre Lehrer-Schüler-Benotungs-Modell, das einem so lange vertraut war, gibt es nicht mehr. Plötzlich findet man sich in der Arbeitswelt wieder, inmitten von Hierarchien und Strukturen, Do’s & Don’t, Go’s & No-Go’s. Diese erste Zeit der Orientierung kann sehr anstrengend und frustrierend sein. 


Familienmodelle

 

Die Menschen werden immer später sesshaft und gehen in die Familienplanung über. Es gibt mehr Zeit und Raum den eigenen Weg und sich selbst zu finden. Diese große Freiheit kann einen Menschen aber auch in ein Raum ohne Decke und Boden werfen, man fühlt sich haltlos


Anzeichen für die ‚Quaterlife Crisis‘

Die Krise kann auch Menschen anderen Alters betreffen. Studien haben jedoch gezeigt, dass sich die Menschen zwischen 21-29 mit diesen Themen stärker beschäftigen und betroffen sind als die Jahre zuvor. 

  • Unsicherheit und Überforderung - Was will ich tun? Wo soll ich hin?
  • Orientierungslosigkeit
  • Zukunftsängste
  • Nostalgie - an die ‚gute alte Zeit‘ zurück erinnern
  • Hinterfragen von Beruf, Familienbild, Freundschaften

Umgang mit der Quaterlife Crisis

Findest du dich in dem oben Geschriebenen wieder? Einer der erstes Schritte raus aus einer Krise ist die Erkenntnis und das annehmen der Situation so wie sie ist. 

  • Bleib bei dir und schau, was ist für DICH wichtig, was möchtest DU in deinem Leben haben und erreichen?
  • Vergiss nicht, dass andere auch nur mit Wasser kochen, und sich online Vieles besser darstellt als es im Leben wirklich ist. Facebook & Co. zeigen einen Ausschnitt des Lebens, bewusst nur schöne Momente, lass dich durch nicht verunsichern.
  • Wer oder was kann dazu beitragen, dass es dir besser geht? Gibt es Hobbys die du gerne machst?  
  • Es geht vielen anderen Menschen auch so, sprich mit deinen FreundInnen mal drüber - reden erleichtert.
  • Ein Blick von Aussen kann auch unterstützen, dafür bin ich gerne da. 

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden.

Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Männer und Frauen in gleicher Weise.