Besuchsbegleitung


Professionelle Begleitung bei Besuchskontakten

Für Kinder, Jugendliche und alle beteiligten Personen


"Als diplomierte Lebens- und Sozialberaterin ist mir ein geschützter Rahmen bei der Besuchsbegleitung sehr wichtig.“ Carina Szauer




Wie ist der Ablauf?

Nach der telefonischen Terminvereinbarung treffen wir uns im Familienzentrum in Pinkafeld. Bevor der Besuchskontakt zwischen der besuchsberechtigten Person und dem Kind stattfindet, gibt es ein separates Treffen mit der obsorge- und besuchsberechtigten Person getrennt voneinander. Danach werden Termine für die Besuchskontakte koordiniert. Bei diesen Erstgesprächen ist es mir ein Anliegen, eine vertrauens- und verständnisvolle gemeinsame Basis für die zukünftigen Besuche zu finden. Alle Beteiligten sollten die Möglichkeit haben, die Besuchsbegleitungstermine für sich gut gestalten können, damit das Kind eine stressfreie, angenehme und auch lustige Zeit haben kann.    

Was passiert in der Besuchsbegleitung?

Nach den getrennten Erstgesprächen und unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche, wird das Kind von der obsorgeberechtigten Person zum vereinbarten Termin in das Familienzentrum gebracht und trifft dort entweder auf die besuchsberechtigte Person oder auf mich als Besuchsbegleiterin alleine. Die obsorgeberechtigte Person hat das Kind bestenfalls gut auf das Treffen vorbereitet, vielleicht noch das Lieblingsspielzeug eingepackt und verlässt nach einer angemessenen Zeit den Raum damit die besuchsberechtigte Person Zeit mit dem Kind verbringen kann.

Ich bin als Besuchsbegleiterin im Raum anwesend, die Zeit und der Raum können und sollen von der besuchsberechtigten Person voll genutzt werden. Ich halte mich zurück und mache mich nur im Notfall oder wenn Unterstützung gebraucht wird bemerkbar. 




"Das Familienzentrum ist ein neutraler Boden für einen Besuchskontakt zum Wohle des Kindes, das ein Recht auf beide Elternteile hat." Carina Szauer 


Wann sind Termine möglich?

Die Termine für die einzelnen Erstgespräche und Besuchskontakte werden individuell vereinbart.


Wie hoch sind die Kosten?

Besuchsbegleitungen, die vom Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz gem.

§111 AußStrG gefördert werden, sind kostenlos. Ein Einkommensnachweis ist zu erbringen.

 

Der Beitrag für alle anderen Besuchsbegleitungen beträgt € 45.- pro Stunde, die Raummiete beträgt € 5.- pro Stunde.

 

Ein Bericht ist kostenpflichtig und wird nach Aufwand von € 45.- pro Stunde verrechnet. Konfliktberatung im Rahmen einer geförderten Besuchsbegleitung: € 79.- pro Einheit für max. 3 EinheitenTelefongespräche im Zuge einer laufenden Begleitung, die länger als 10 Minuten pro Woche dauern, sind kostenpflichtig und werden nach Aufwand von € 45.- pro Stunde verrechnet.



Mediation

 

 

Wenn die Kommunikation nicht mehr klappt und ein Problem zu einem eskalierenden Konflikt wird biete ich eine Konfliktberatung zur objektiven Lösungsfindung an. Als neutrale dritte Person unterstütze ich euch dabei, in euren Wegen voran zu kommen.   


Rahmenbedingungen Besuchsbegleitung

  1. Vor dem ersten Besuchskontakt ist ein ein persönliches Erstgespräch mit jedem Elternteil verpflichtend. Je nach Alter und individueller Situation ist auch ein Treffen mit dem Kind/den Kindern und der Besuchsbegleiterin wichtig, sodass die Besuchskontakte gut gelingen können. Sollte es Gerichtsprotkolle oder Beschlüsse geben, bitte um Übermittlung vorab an office@verbindungswege.at.  
  2. Die Übergabe und die Abholung des Kindes/der Kinder findet durch den Obsorge berechtigten Elternteil statt. Sollte eine andere Person das Kind/die Kinder bringen oder abholen, bitte um Mitteilung an die Besuchsbegleiterin. Die Anwesenheit anderer Personen während der Besuchsbegleitung und auch Übergaben muss abgesprochen werden.
  3. Für die Übergabe des Kindes/der Kinder gibt es bei Bedarf die Möglichkeit, dass sich die Eltern nicht sehen und die Besuchsbegleiterin das Kind übernimmt. Sollte eine Einstweiligen Verfügung oder ein eskalierter Konflikt vorliegen, ist eine solche Übergabe ratsam.
  4. Der nicht besuchende Elternteil sollte die Räumlichkeiten während der Besuchszeit verlassen. Das Alter sowie entwicklungspsychologische Bedürfnisse des Kindes/der Kinder werden berücksichtigt, weshalb die Anwesenheit des Elternteils im gleichen Raum über einen gewissen Zeitraum hinweg gestattet wird.
  5. Die Aufsichtspflicht während der gesamten Besuchsbegleitung hat der jeweils anwesende Elternteil.
  6. Die Aufgabe der altersgerechten Spielgestaltung der Besuchszeit liegt beim besuchenden Elternteil.
  7. Der Besuchskontakt findet im Familienzentrum Pinkafeld statt. Spielsachen, Bücher, Bälle, Puppen und Spiele stehen zur Verfügung. Es können auch Spiele mitgebracht werden. Der Raum muss am Ende des Besuchskontakts wieder aufgeräumt werden, am besten macht der besuchende Elternteil das gemeinsam mit dem Kind. Auf Sauberkeit ist zu achten. Eltern sind verantwortlich für das Verhalten ihrer Kinder.
  8. Ein Begrüßungsgeschenk sowie Geschenke zu üblichen Anlässen werden befürwortet, ansonsten wird der besuchende Elternteil angeregt, das Kind für die gemeinsame Zeit entsprechend zu versorgen (Jause, Getränk). Es soll dabei der gesundheitliche Aspekt berücksichtigt werden.
  9. Ausflüge und der Besuch eines Spielplatzes sind nach Absprache mit beiden Elternteilen und der Besuchsbegleiterin möglich. Etwaige Kosten sind vom besuchsberechtigten Elternteil zu tragen.
  10. Sollten Termine wiederholt oder ohne zulässigen Grund und vor allem kurzfristig abgesagt werden, werden Vereinbarungen nicht eingehalten, werden Drohungen gemacht oder kommt es zu einer Eskalation, so führt  dieses Verhalten zum sofortigen nachhaltigen Abbruch des Besuchskontaktes. Fehlverhalten aufgrund von Drogen- oder Alkoholkonsum muss dem Gericht mitgeteilt werden und kann ebenfalls zum Abbruch führen.
  11. Absagen (Erkrankung, Verhinderung) müssen der Besuchsbegleiterin mindestens 48 Stunden vor dem Termin zur Kenntnis gebracht werden, andernfalls ist vom entsprechenden Elternteil der volle Kostenersatz zu entrichten.
  12. Die Besuchsbegleiterin ist keine Gutachterin, ist jedoch in manchen  Fällen verpflichtet Protokolle abzugeben. Die Eltern werden davon in Kenntnis gesetzt, jedoch wird auf den Inhalt nicht weiter eingegangen.